Es ist endlich soweit, unser lang ersehnter Trip nach Korsika steht unmittelbar bevor. Wie bereits in vorherigen Beiträgen erwähnt, haben wir uns akribisch auf dieses Abenteuer vorbereitet. Aber bevor wir in die Details eintauchen, möchten wir uns kurz vorstellen:
Unsere Reisegruppe besteht aus:
Meiner lieben Frau Kathi, die mit ihrer unbeirrbaren Entschlossenheit das Steuer in die Hand nimmt und uns sicher ans Ziel bringen wird.
Unserer „großen“ Tochter Mara, die mit ihren 15 Monaten die Welt mit neugierigen Augen erkundet.
Der jüngsten Ergänzung unserer Familie, unserer kleinen Tochter Lynn, die mit ihren 4 Monaten bereits für unzählige glückliche Momente gesorgt hat.
Unsere treue Begleiterin Bella, unsere Hündin, die mit ihrer unbändigen Lebensfreude stets für gute Laune sorgt.
Ach ja, fast hätte ich mich vergessen vorzustellen – ich bin Marcel.

Da ich selbst blind bin, übernimmt Kathi die gesamte Fahrt, ohne die Möglichkeit, uns abzuwechseln. Aber wir sind ein eingespieltes Team und freuen uns auf dieses einzigartige Abenteuer.
Unser Fortbewegungsmittel für dieses Abenteuer ist unser Kastenwagen, ein Clever Celebration 600. Mit seinen 6 Metern Länge bietet er ausreichend Platz für unsere Familie, mit 3 Schlafplätzen, einer komplett ausgestatteten Küche, einem Bad, einer Toilette und allem, was wir für unsere Reise benötigen.
Während unserer Abwesenheit haben wir unseren geliebten Kastenwagen natürlich aus der Vermietung genommen, aber wenn wir ihn nicht selbst nutzen, könnt ihr ihn auf http://www.badenwomo.de finden (Ja, ich weiß, das klingt nach Schleichwerbung, aber es lohnt sich!).
Genug der Einleitung. Wir freuen uns darauf, euch auf unserer Reise mitzunehmen und mit spannenden Geschichten und atemberaubenden Bildern zu versorgen. Lasst uns gemeinsam dieses aufregende Kapitel in unserem Leben beginnen und Korsika erkunden!
Bis zum Mittwochmorgen, dem 30.08.2023, gibt es so unglaublich viel zu erledigen, einzupacken und immer wieder die Überlegung, ob wirklich alles dabei ist.
Unser Camper ist bis obenhin gefüllt, die Heckgarage gleicht einem organisierten Lagerraum, der nach den Prinzipien von Tetris befüllt wurde, in der Hoffnung, die Gesetze der Physik außer Kraft zu setzen und eine unbegrenzte Menge an Gegenständen in begrenztem Raum unterzubringen.
Nachdem „Mann“ festgestellt hat, dass dies nicht möglich ist, müssen einige Dinge auf das Heckbett ausweichen, und schließlich ist alles verstaut. Ach ja, da war noch dieser verflixte Kinderwagen! Aber selbst dieser findet noch seinen Platz. Habe ich schon erwähnt, dass Tetris mein Lieblingsspiel ist?
Unser Camper fühlt sich an wie ein Kinderbedarfsgeschäft, gemischt mit etwas Campingzubehör.
Um 8 Uhr wollen wir losfahren, es ist jetzt 11 Uhr, also perfekt in deutscher Bahn-Manier.
Nachdem wir uns von allen verabschiedet und den Anhänger angehängt haben, geht es endlich los.
Oh ja, der Anhänger:
Selbst und ständig, wie jeder weiß, haben wir einen Anhänger voll Brennholz dabei, den wir bis nach Lörrach mitnehmen, da dort noch Brennholz von uns bestellt wurde.
Übrigens, Schleichwerbung: (www.brennholz-emmendingen.de)
Der Anhänger wird bis nach unserem Urlaub dort stehen und auf dem Rückweg wieder von uns mitgenommen werden.
Nach etwas mehr als einer Stunde erreichen wir Lörrach, zuvor machen wir einen kurzen Zwischenstopp auf der Autobahn, da Lynn die Autohupe ersetzen möchte und ihre Stimmbänder dabei so beansprucht, als würde sie an einem amerikanischen Wettbewerb für die lauteste Hupe teilnehmen wollen.
Dieses Phänomen wird uns übrigens die gesamte Reise begleiten, aber dazu später mehr.
In Lörrach angekommen, koppeln wir den Anhänger ab, trinken noch 2 Stunden lang Kaffee, suchen einen Campingplatz in der Nähe der Autobahn in Italien für die Nacht und setzen unsere Reise in Richtung Süden fort.
Seit diesem Sommer sind die Eidgenossen der Schweiz der Digitalisierung ein Stück näher gekommen. Jetzt bieten sie ihre Vignette auch elektronisch an. Dadurch haben wir uns den Weg zur Tankstelle gespart und müssen unsere Frontscheibe nicht länger mit kleinen Aufklebern zukleistern.
Unser heutiges Tagesziel ist es, mindestens durch die Schweiz zu kommen. Wie bereits erwähnt, ist der 30.08, und am 01.09 fährt unsere Fähre von Livorno in Italien. Das bedeutet, wir haben massig Zeit für die 700 KM und keinen Zeitdruck.

In der Schweiz kommen wir gut voran, es gibt keinen Stau, nicht einmal am Gotthardtunnel (der übrigens 1,5 Wochen später nach unserer Durchfahrt ein bisschen eingestürzt ist; ob Lynns Geschrei wohl den Beton etwas geschwächt hat?).
Als wir in Italien ankommen, sind wir etwas erschöpft. Die Kinder haben die meiste Zeit geschlafen, aber Lynn, die erst 4 Monate alt ist, fährt einfach nicht gerne Auto und zeigt dies immer wieder lautstark.
Es gestaltet sich etwas schwierig, den Campingplatz in Como (Camping No-Stress) zu finden, aber nach der Ankunft ist alles super.
Es ist kein leiser Campingplatz und bietet nicht viel, aber er liegt perfekt für eine Übernachtung, wenn man am nächsten Tag wieder auf die Autobahn möchte.
Der Campingplatz ähnelt einem kleinen Wald mit freier Stellplatzwahl und einem Restaurant. Die Pizza dort ist einfach spitze!
Aber Achtung! Wenn ihr Kinder dabei habt, die laufen oder krabbeln können, seid darauf gefasst. Der Campingplatz ist von ziemlich zutraulichen Hasen bevölkert, die von den Kindern gerne „gejagt“ werden. Ihr werdet keine ruhige Minute haben, da ihr immer eurem Kind nachlaufen werdet. 😀
Trotz der erfolglosen Hasenjagd, die nichts für den Grill eingebracht hat, und trotzdem, dass es das erste Mal ist, dass wir mit den Kindern im Camper unterwegs sind, sowie der nahegelegenen Straße, haben wir recht gut geschlafen. Wir können uns am nächsten Morgen auf den Weg nach Livorno und zum Fährhafen machen.
Die Adresse des Campingplatzes lautet:
Via Cecilio, 27, 22100 Como CO, Italien
https://maps.app.goo.gl/JAcQWy9yw1dSVrVN7
Wie bereits erwähnt, eignet er sich gut für eine Nacht auf der Durchreise und ist preiswert. Für einen Camper, 2 Erwachsene, 2 Kinder und einen Hund haben wir 22,00 EUR bezahlt. (Barzahlung wird auf dem Platz bevorzugt, sowohl bei der Platzmiete als auch im Restaurant, ein Schelm, der sich dabei etwas denkt).
PS:
Es wird noch einen Artikel darüber geben, wie es in einem Campingurlaub als blinder Vater mit 2 kindern ist und welche Probleme sich ergeben.
Bilder unserer Reise findet ihr auf Insta unter:
https://www.instagram.com/badenwomo/