Es gibt etwas Beruhigendes an der Verlässlichkeit von Fast-Food-Ketten, ganz gleich, wo auf der Welt man sich befindet. Sei es Burger King oder McDonald’s, man weiß genau, was einen erwartet, und wenn man dort hingeht, bekommt man genau das, was man erwartet. In Bastia war es der Burger King, der unsere Rettung wurde. Ein erfrischendes Glas kalte Cola und saftige Burger – genau das, wonach wir uns jetzt sehnten.
Doch unsere Rettung war noch nicht vollständig. Die Suche nach einem geeigneten Campingplatz erwies sich als ein kleines Abenteuer. Während Kathi sich liebevoll um die Kinder kümmerte, übernahm ich die Aufgabe, mithilfe von Google Maps einen passenden Platz ausfindig zu machen. Zuerst schauten wir auf Park4night nach, doch die Bewertungen ließen uns mit gemischten Gefühlen zurück. Es schien, als hätten die meisten Rezensenten außergewöhnlich hohe Ansprüche an die Sauberkeit und Naturnähe eines Campingplatzes, begleitet von einer Vorliebe für Umweltfreundlichkeit. Nichts gegen Umweltbewusstsein, aber einige Beschwerden schienen übertrieben. Also wandten wir uns auch Google Maps zu, wobei unsere Liste an Ansprüchen durchaus anspruchsvoll war: Strom für das Wohnmobil, Hunde erlaubt, ein Sandstrand in der Nähe, ausreichend Schatten, akzeptable Sanitäranlagen und die Abwesenheit von lästigen Stechmücken.
Und was fanden wir schließlich? Einen malerischen Platz im Wald, nur etwa 30 Meter vom azurblauen Meer entfernt (damit meine ich das Wasser, nicht den Strand – fast genau an dieser Stelle parkten wir tatsächlich). Es gab Strom für das Wohnmobil, vorbildlich saubere und komfortable Sanitäranlagen direkt am Strand (ja, beim Geschirrspülen oder Zähneputzen konnte man den Blick auf das Meer genießen), freie Stellplatzwahl entweder in einem schattigen Hain aus Platanen oder unter den schützenden Kronen von Olivenbäumen. Der freundliche Platzbetreiber empfing uns herzlich, und ein Supermarkt samt Bäcker war in nur fünf Minuten zu Fuß erreichbar. Direkt vor dem Campingplatz lockte ein exzellentes Restaurant – und das alles für erschwingliche 26 Euro pro Nacht.

Die Adresse des Platzes lautet:
Camping Calamar
Prunete, 20221 Cervione, Frankreich
https://maps.app.goo.gl/2cCA4Ncp4WpZeo1z5
Unsere Reise führte uns also von Bastia nach Cervione. Die Einfahrt zum Campingplatz gestaltete sich etwas verwirrend, denn sie wirkte eher wie ein unscheinbarer Waldweg. Unsere Erleichterung war daher groß, als wir schließlich ankamen.
Der 1. September 2023 – unser Urlaub hatte begonnen.
Der Ablauf, den wir in der Vergangenheit nach unserer Ankunft ohne Kinder praktizierten: Den Wasserkessel auf den Herd im Camper stellen, die Markise ausfahren, Tisch und Stühle herausstellen, Kaffee kochen, den Aschenbecher auf den Tisch stellen und in aller Ruhe einen Kaffee genießen.
Aber nun hatten wir Kinder!
Die Kinder aus dem Camper holen, sie frisch machen, ihnen etwas zu trinken geben, Lynn stillen und Mara beschäftigen.
Die Beschäftigung von Mara: Zusammen mit Papa den Wasserkessel auf den Herd stellen, die Markise ausfahren, den Tisch aufbauen, die Stühle herausstellen, das Wohnmobil an den Strom anschließen, Kaffee kochen – und der Aschenbecher… oh, wo war nochmal der Aschenbecher? Genau, zu Hause. Also improvisierten wir schnell einen aus Alufolie und genossen kurz das Gefühl des Urlaubs, bis eines der Kinder (nach etwa 4 Minuten) unsere Aufmerksamkeit beanspruchte.
Juhu, wir waren im Urlaub angekommen!

Aufgrund von Zeitmangel vor der Abreise dachten wir, dass die Kindermatratze über die Vordersitze passen würde, mein Zusatzbett daneben, und Kathi würde mit Lynn im Heck schlafen. (Ihr habt gelesen – Zeitmangel, dachten) Natürlich passte nichts!
Das Zusatzbett hatten wir erst kurz zuvor gekauft, daher konnten wir es noch nicht testen.
Die erste Nacht: Kathi schlief mit beiden Kindern hinten, und ich lag vorne im Zusatzbett.
Am nächsten Morgen hatte ich das Gefühl, dass mit dem Bett etwas nicht stimmte. Ich setzte mich auf, und das leichte Absinken des gesamten Bettes bestätigte meine Vermutung, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmte.
Ich stand auf, sah es mir genauer an und stellte fest, dass vier Schrauben aus den Füßen gerissen waren. Welche Ingenieursleistung! Selbst ein Laie versteht, dass Schrauben mit einer Länge von 6 mm in einer Platte mit einem Durchmesser von 15 mm, die aus Pressspan besteht, ausreißen, wenn sich jemand im Schlaf bewegt.
Vom handwerklichen Standpunkt aus betrachtet, hätten hier Schlossschrauben hingehört – das wäre angemessen gewesen. Aber wahrscheinlich hatten diejenigen, die das Bett konstruierten, im Studium gelernt, dass es theoretisch halten sollte. Doch zwischen Theorie und Praxis liegt bekanntlich die Realität, und die sagte mir unmissverständlich, dass ich jetzt erstmal kein Bett mehr hatte. Guten Morgen, Welt! Fuck, Ich brauche einen Kaffee!
Ende Teil 1.
Bilder unserer Reise findet ihr auf Instagram unter:
https://www.instagram.com/badenwomo/